Über das Geld
oder
Wie bezahle ich einen Schamanen/ Heiler

Der angemessene Ausgleich von gegebener Energie und Arbeitszeit für eine schamanische Arbeit
zum Teil auch gern als Energieausgleich bezeichnet

Natürlich ist diese Abhandlung auch für jede andere Form der spirituellen Dienstleistung um zu setzten.

 

 

 

eine angemessene Bezahlung

Die Arbeit eines Schamanen oder eines anderen Heilers für einen Klienten ist meiner Meinung nach eine Dienstleistung. Auch wenn die Tätigkeit des Schamanen meist sehr viel mehr ist (oder meiner Meinung nach sein muss), als das bloße Abarbeiten des Kunden, wie es bei anderen Dienstleistungen oft der Fall ist. Der Schamane, die Hexe oder der Heiler arbeitet aus einer Berufung. heraus.
Trotzdem nimmt die Arbeit viel Zeit in Anspruch: Seminare müssen vor- und nachbereitet werden, Räume werden hergerichtet, die Sitzung mit einem Klienten muss ebenfalls vor- und nachbereitet werden, Telefongespräche werden geführt. Und vieles mehr.


Die Ausgaben, die jemand hat, der Selbständig ist und der eine seriöse Praxis führt, sind ebenfalls nicht zu unterschätzen: Raummiete, Heizung, Strom, Wasser, Materialien (Kerzen, Räucherung, ...), eine eigene Krankenversicherung und als letztes und als größten Posten, die Steuern.

 

Es gibt viele Möglichkeiten, sich für spirituelle Leistung entlohnen zu lassen.:

Kostenlos arbeiten ist schwierig bis unmöglich. Das ist zumindest meine Meinung. Davon kann sich jemand, der sehr oft Klienten hat, keine Miete leisten, kein Essen kaufen, nicht heizen, etc. Auch wenn es ein sehr schönes Gefühl und auch eine sehr gute Energie ist, die Dankbarkeit eines Klienten zu spüren, ist das doch auf Dauer nicht ausreichend. In der Gesellschaft, in der wir hier in Deutschland jetzt leben, ist das umsonst arbeiten nicht realisierbar. Ich vermute, dass die Forderung nach kostenloser Arbeit von Menschen kommt, die wenig Sinn für die Realität haben. Und doch gibt es einige, die tatsächlich umsonst arbeiten. Diese haben dann noch einen anderen Beruf oder müssen sich aus anderen Gründen keine Gedanken um ihr finanzielles Auskommen machen.
Aus meiner Erfahrung ist es nur dann möglich, umsonst schamanisch zu arbeiten wenn man ...
... einen Partner hat, der das Geld für den Lebensunterhalt verdient. (Was ggf. Abhängigkeit bedeutet. Nicht jeder findet den Gedanken, nicht selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen angenehm. Selbst wenn die Möglichkeit dafür vorhanden wäre, sich vom Partner finanzieren zu lassen. )
... genug Geld geerbt oder aus anderer Quelle hat.
... keine Kinder zu versorgen hat.
... sich total aufschafft um alles irgendwie auf die Reihe zu bringen.
... seine schamanische Berufung nicht ernsthaft genug ausübt. (Und dann ist man leider auch nicht wirklich berufen.)
... freiwillig auf jede Form von Luxus verzichtet, in einer Hütte im Wald von dem lebt was die Natur einem bietet. (Wer das wirklich durchzieht hat mehr als meinen Respekt. Aber getroffen habe ich noch keinen der das legal realisieren konnte. Und auch keinen der das illegal realisiert hat. )
... es schafft 3 bis 4 Jobs gleichzeitig zu machen und trotzdem alle Jobs gut macht und trotzdem noch bei bester Gesundheit ist und sein Energiehaushalt perfekt funktioniert. (Ich kenne keinen der das bis jetzt geschafft hat ohne das irgendetwas davon auf der Strecke geblieben ist.)


Eine Geschichte einer Freundin über das kostenlose Arbeiten und eine Reaktion darauf:


Meine Freundin hat einen sehr guten Draht zu Tieren und Erfahrungen mit Tierkommunikation. Eine ihrer Facebook Bekannten bittet wegen ihrer Katze um Hilfe. Meine Freundin schaut und hilft. Umsonst! Bietet sogar noch an von Futterproben etwas abzugeben die sie selbst bekommen hatte.
Nun, die Bekannte ruft bei Questico an und fragt wegen ihrer Katze. Dort hat sie sicherlich einiges an Geld gelassen für die gleiche Information die sie auch von meiner Freundin schon bekommen hatte.
Und  als Krönung beschwerte sich noch dass meine Freundin vergessen hatte das versprochene Futter zu schicken und fordert nun hinten rum sogar noch ein zusätzliches Geschenk als Entschädigung fürs Geschenk vergessen.


Geschenke zu bekommen ist echt schön und eine sehr angenehme Art, sich für seine Arbeit entlohnen zu lassen. Aber auch eine Geschenk ist nach dem Gesetzt eine Bezahlung und der Wert des Geschenkes muss versteuert werden. damit lege ich dann ggf. sogar noch Geld dazu dass ich eigentlich für etwas anderes verwenden müsste oder ich mache mich strafbar weil ich Geschenke nicht steuerlich angebe. Außerdem ist es oft für den Klienten sehr schwer, ein angemessenes Geschenk zu finden, dass der Schamane dann auch gebrauchen kann. Leider kann ich mir von Geschenken auch keine Lebensmittel kaufen. Also ist auch diese Möglichkeit nur in Ausnahmefällen realisierbar.


Eine Bezahlung auf Spendenbasis ist oft schwierig. In der Theorie hat jeder dabei die Möglichkeit, das zu geben, was ihm die Arbeit wert ist und was er sich leisten kann. Das klingt nach einem schönen Konzept. Es funktioniert leider nur selten. Viele Klienten sind mit diesem Konzept überfordert. Sie können den angemessenen Wert der Arbeit nicht schätzen. Der Besuch bei einem Schamanen oder anderen Heiler ist hier bei uns noch etwas ungewöhnliches. Es gibt keine Tradition, nach der die Klienten sich richten könnten. Auch mangelnde Eigenerfahrung mit der Thematik macht es schwer für einen Kunden, den Wert zu schätzen. Sie sehen oft nur das was nach Außen geschieht. Das was innen geschieht, sehen sie nicht.
Eine weit verbreitete „Geiz ist geil“ Einstellung führt nach meiner Erfahrung dazu, dass einige dann recht billig davon kommen wollen. Wenn mir für eine Massage von über einer Stunde 10 € als freiwillige Spende gegeben wird, ist das dreist. So ist es mir passiert als ich das selbst noch auf Spendenbasis versucht habe. Und in dem Fall wusste ich genau, dass derjenige recht gut verdient und auch gut einiges mehr hätte geben können.
In diesem Zusammenhang wird bei Diskussionen dann oft das Thema „Selbstwert“ angesprochen. So nach dem Motto: „Wenn du nicht genug als Spende bekommst, liegt das an dir selbst weil dir selbst deine Arbeit nicht mehr wert ist.“  Oder es liegt am Klienten. Weil ihm die Arbeit nicht mehr Wert ist. Es wir hier auf das Resonanzgesetzt angespielt. Das spielt sicherlich auch eine Rolle. Doch hier kann ich das gut umgehen, in dem ich dem Klienten einen Anhaltspunkt gebe mit einem Festpreis und auch für mich festlege was ich finde dass meine Arbeit wert ist.



Tauschhandel funktioniert ebenfalls nur bedingt.
Wenn ein Klient mit seiner eigenen Arbeitsleistung bezahlen möchte, muss ich diese Arbeit auch gebrauchen können. Eine Arbeit, die ich wirklich gebrauchen kann, möchten oder können viele allerdings nicht machen. Ich habe schon eine Klientin zu tiefst beleidigt, weil ich ihr angeboten habe, sie könnte als Gegenleistung bei mir die Fenster putzen. Ich habe es aber auch schon anders erlebt. Eine Freundin hat für mich eine Woche lang den kompletten Haushalt geschmissen (mit Fenster, Küche und Bad gründlich putzen) für den Unterricht, den sie bekommen hat.
Auf Tauschmöglichkeiten lasse ich mich gern ein. Ich muss dass zum Tausch angebotene aber auch wirklich gebrauchen können. Und auch da wird es wieder kompliziert. Denn ein reiner Tauschhandel klappt nicht. Es sein denn, ich werde auch regelmäßig mit Strom, Holz, Heizöl, Wasser, Essen, Kleidung, etc bezahlt. Und dann stellt sich die Frage: Was bekommt mein Vermieter von mir?
Beim Tauschhandel ist es wie bei den Geschenken: den Wert der geleisteten Arbeit oder des Tauschobjektes müsste ich ebenfalls versteuern. Der Staat mit seinen Ämtern ist da sehr Gnadenlos.


Der Staat finanziert mich – Hartz 4 ist sicherlich auch nicht realisierbar. Zumindest möchte ich weder als Klient noch als schamanisch Arbeitender darauf angewiesen sein, mit meinen Klienten in meinem privaten Wohnzimmer zu arbeiten. Eine gewisse räumliche und somit auch energetische Abgrenzung ist absolut sinnvoll. Aber mit Hartz 4 finanziere ich keinen eigenen Arbeitsraum.
Hartz 4 lässt es sicherlich nicht zu, dass ich mich energetisch wertvoll und ökologisch sinnvoll ernähren kann. Das wiederum hat Auswirkungen auf meinen körperlichen Zustand und somit auf meinen Energiehaushalt und damit auf die Qualität meiner Arbeit.
Wer Geld von Staat bekommt, hat diesen auch ständig im Nacken sitzen. Man muss regelmäßig Bewerbungsunterlagen vorlegen, bekommt ggf. irgendwelche Maßnahmen aufgezwungen oder muss einen sogenannten ein Euro Job machen.
Die Anerkennung von Hartz 4 Empfängern in der Gesellschaft ist nicht sehr hoch. Sie werden oft verspottet und schief angeschaut. Werden als faul und als Schmarotzer gesehen. Das ist sehr schlimm aber leider Realität. Und ob das dem Ruf, ein seriöser Schamane zu sein, so förderlich ist? Ich denke nein.



Die spirituelle Welt sorgt für mich.
Der Lottogewinn als Möglichkeit, des Lebensunterhaltes klappt wohl nicht wirklich. Die mathematische Wahrscheinlichkeit dafür ist extrem gering. Ich habe mir darüber mal genauer Gedanken gemacht und fand es sehr lustig, was dabei heraus gekommen ist:
Nehmen wir an, es gibt 200 Leute, die alle aus Berufung spirituell arbeiten. Sie möchten dies umsonst tun und wünschen sich darum einen Lottogewinn. Denn irgendwie müssen sie ja leben. Jeder dieser 200 Menschen bittet seine persönlichen Götter oder Geister um Unterstützung für diesen Gewinn. ... Fangen die spirituellen Wesen dann an, sich darum zu kloppen, wem sie jetzt den Gewinn zukommen lassen? Oder stehen sie um ein schönes Lagerfeuer und diskutieren es aus? Oder schauen sie einfach, wer die kleinen Kugeln am besten manipulieren kann?
Ich bin mir ganz sicher, dass die spirituelle Welt uns unterstützt:
Sie kann uns helfen, ausreichend zahlungskräftiges Klienten zu bekommen.
Sie kann uns helfen, eigene Zweifel und mangelndes Selbstwertgefühl zu bearbeiten damit die Arbeit gut laufen kann.
Sie kann uns helfen, unser Leben so zu gestalten, dass wir unsere Arbeit machen können ohne uns selbst dabei aufzuschaffen.
Sie kann uns helfen, gute Konzepte zu entwickeln, die auch ausreichend Gewinn abwerfen.
Sie kann uns mit Rat und Wissen helfen damit wir die richtigen Dinge für den Klienten tun. Denn nur ein zufriedener Kunde empfiehlt uns weiter oder kommt wieder.
Doch was sie ganz sicher nicht können, ist, uns den Kühlschrank zu füllen. Sie legen uns auch keine Kleider vor die Tür.


Die Arbeit gleicht sich irgendwann wieder aus.
Sicherlich wird sie das nach den karmischen Gesetzten irgendwann tun. Aber wann? Und auf welche Weise? Dieser Ausgleich müsste doch dann in einer Form geschehen, die es einem erlaubt, angemessen zu Leben. Wo wir dann doch wieder bei dem Thema Geld sind. Dass muss dann aus einer anderen Quelle kommen. Es fällt nun mal nicht einfach so vom Himmel.


Letztendlich läuft für mich alles darauf hinaus, angemessene Festpreise zu nehmen.
Denn dies ist meiner Meinung nach die einzige wirklich realisierbare Möglichkeit, aus einer Berufung auch einen sinnvollen Beruf zu machen, der es einem ermöglicht seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen.
Was der Einzelne als angemessen empfindet, sei jedem selbst überlassen. Bei der Kalkulation des Preises müssen eine ganze Menge Faktoren mit berechnet werden, an die viele als Klienten erst mal gar nicht denken.


Und wenn dann wirklich jemand kommt, der dringend Hilfe benötigt und kein Geld hat, lassen sich immer noch Alternativen finden. S.o.


Sollte diesen Text tatsächlich jemand lesen, der ein Konzept vorschlagen kann, dass es realisierbar erlaubt, ohne Geld zu verlangen, angemessen Leben zu können und seiner schamanischen Berufung nach zu gehen, darf sich sehr gern sofort bei mir melden.
Denn bis jetzt konnte keiner, der mich dafür kritisiert hat, dass ich Geld verlange für meine Arbeit, eine solche Alternative anbieten. Die Argumente, die dafür sprechen, umsonst zu arbeiten, sind leider schnell erschöpft und auch schnell wiederlegt.




Argumente für kostenlose schamanische Arbeit und deren Wiederlegung:
(die ich gesammelt habe weil ich sie einfach spannend fand)

“Der Geldfluss ist negativ besetzt und damit gibt man sich in diese negative Energie.“
Diese negative Besetzung entsteht aus Neid und Missgunst. Und in dieser Energie stecken wir eh weil es ohne Geld einfach völlig unmöglich ist zu leben.
Wenn ich das Thema Geld, Neid, Missgunst, ... für mich selbst bearbeite, kann mich diese Energie auch nicht mehr negativ beeinflussen.

“Das haben die früher auch umsonst getan.“
Die Aussage ist oben wiederlegt.

“Schon immer haben Schamanen einen normalen Broterwerb gehabt und haben ihre Berufung gelebt. „
Haben sie das wirklich? Bis jetzt hat niemand der das behauptet hat, aus gut recherchierten Quellen Belege dafür gegeben. Vielleicht finde ich die Zeit, mal selbst etwas dazu zu suchen, das diese These belegt oder wiederlegt.
Wenn ich als Vergleich mal einen evangelischen oder katholischen Pfarrer nehme stimmt das nicht. Die machen das Hauptberuflich. Und so ähnlich wie die Arbeit eines Pfarrers sehe ich auch die Arbeit eines Schamanen. Und auch ein Arzt arbeitet nicht noch nebenbei um Geld zu verdienen. Er bekommt es für seine Arbeit als Arzt genau wie der Heilpraktiker.

Ein Zitat aus einem Forum:
“ Ich finde Schamane ist zwar ne Berufung aber kein Beruf. Schamanische Arbeit und seinen Lebensunterhalt verdienen sollte man am besten auseinanderhalten - schon wegen der Qualität.“
Was hat es mit Qualität zu tun ob ich Geld nehme oder nicht? Könnte es nicht auch so sein, dass mich gerade das Geld dass ich bekomme anspornt, besonders gute arbeit zu machen? Wenn ich nichts bekomme muss ich mich ja auch nicht anstrengen. So rum könnte man genau so argumentieren. Aber wer seine schamanische Arbeit wirklich ernst nimmt, wird sie immer, egal was ist, nach bestem Wissen und Gewissen so gut machen wie er kann.
Wo bleibt die Qualität für meine Arbeit, wenn ich schon 4 Stunden gearbeitet habe für meinen Lebensunterhalt. Wenn ich dann noch meinen Haushalt erledigt habe und mich um mein Kind gekümmert habe? Dann bin ich vermutlich für eine qualitativ gute schamanische Arbeit nicht mehr zu gebrauchen.


Zitat aus einer Diskussion in einer Facebookgruppe:
“Geld zu verlangen ist echt fast so als wenn, nachdem man erwachsen ist die Eltern einem eine Rechnung stellen was man an sie zahlen soll, weil sie einen schließlich ernährt, beschützt umsorgt und gelehrt haben....“
Ich würde sagen, diese Rechnung hat sich nach alter Tradition eh von selbst gestellt. Früher haben sich die Kinder um die Eltern im Alter gekümmert und konnten so einiges von dem zurück geben was sie selbst als Kinder bekommen haben. Und sehr viele Kinder müssen auch heute für ihre Eltern recht hohe Summen an Geld für Pflegeeinrichtungen oder Pflegepersonal bezahlen weil das von den Krankenkassen schon lange nicht mehr ausreichend finanziert wird. Und die
Rente reicht dafür auch sehr oft nicht.